Oldtimerausfahrt am 26. Juni 2010
Ulrike Fuchs gewinnt 15. Bruder Straubinger Classic
Mit einer NSU-Max von 1953 zeigte sie den Männern, wo der Bartl den Most holt

 

Pünktlich um halb zehn senkte Burkhart Kelm am Samstag, 26.06. seine Starterflagge für den ersten Starter bei der 15. Bruder Straubinger Classic. Volker Heckert aus Leiblfing auf einer Moto Guzzi V 1000 Convert, Baujahr 1977, eröffnete die beliebte Oldtimer-Ausfahrt des MSC-Straubing.  35 wunderschöne alte Motorräder und Autos schickte ihm Peter Ullrich, gut gelaunter Moderator am Start, der die Fahrzeuge mit Besatzung kurz vorstellte, hinterher. Zahlreiche Schaulustige hatten sich beim MSC am Wundermühlweg eingefunden, um einen Blick auf die Oldtimer zu werfen. Neben der Horex Regina von Norbert Fuchs aus dem Jahr 1954 (Tochter Ulrike fuhr eine NSU-Max von 1953) war bei den Motorrädern auch eine BMW R 27 mit Seitenwagen, gefahren von Max Helmbrecht zu bestaunen. Richtige Hingucker waren allerdings die Autos. Das älteste Fahrzeug war genau 100 Jahre alt. Ein offener Buick, Model 10 Runabout, Baujahr 1910, mit dem Werner und Gertraud Kuchler aus Regensburg durch den Gäuboden chauffierten. Ein echter Eye-Catcher war der Mercedes GFG 540 K, der von Franz Knauer aus Burglengenfeld gesteuert wurde. Bei diesem Fahrzeug handelte es sich allerdings um einen Nachbau aus dem Jahr 1988, von dem seinerzeit nur fünf Modelle gefertigt wurden. 1988 kostete dieser Fahrspaß runde 200.000 DM.

Die Vormittags-Etappe führte die Teilnehmer von Straubing nach Sünching, wo die ersten Wertungsprüfungen zu bestehen waren. Es gab ein Kolben- Zielwerfen, das Baujahr eines alten VW-Käfers war zu schätzen und auch aus der Straßenverkehrsordnung waren Fragen zu beantworten. Hier wurden, nicht an den Fahrzeugen, aber bei manchen Teilnehmern, die ersten Mängel sichtbar. Über Wörth kam man zum Mittagessen in den Schiederhof, wo nach ausgiebigem Mahl ein Asphalt-Zielstockschiessen auf die Teilnehmer wartete, bevor man sich auf die zweite Etappe machte. Auch am Schiederhof wurden die Oldtimer, selbst von einer Hochzeitsgesellschaft, eingehend begutachtet. MSC-Mitglied Manfred Meindl fuhr einen Chrysler, Open Tourer, Baujahr 1926, natürlich rechts gesteuert. Auch bei dem Straubinger Augenarzt Dr. Hans Zink schauten die Leute genau hin, denn sein Fiat Ballila von 1932 war zwar nicht groß, aber dafür ungemein sehenswert. Neben einem Ford USA A 180 Deluxe von 1930 begeisterte ein weiteres amerikanisches Fahrzeug. Ein richtiger Straßenkreuzer, der Chevrolet Bel Air von 1958, der von Wolfgang Fleck in einem wunderbaren Zustand präsentiert wurde.

Die Nachmittagsetappe führte die Oldtimer-Enthusiasten über eine landschaftlich schöne Strecke und sehr schönem Wetter nach Haibach. Von dort ging es über Mitterfels zur letzten Sonderprüfung in Bogen und zurück nach Straubing zum MSC-Clubhaus. Hier konnte Alfred Hopfensberger zur Siegerehrung auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr begrüßen, der erfreut war, dass die 15. Bruder Straubinger Classic ohne große Pannen gefahren werden konnte. Markus Pannermayr hatte auch ein Wort des Dankes für die zahlreichen Organisatoren und Helfer, ohne die eine solche Ausfahrt nicht zu veranstalten wäre und er beglückwünschte auch die Teilnehmer zu ihrem Hobby mit diesen wunderschönen Fahrzeugen. Der Oberbürgermeister überreichte mit Alfred Hopfensberger und Ralf Edelmann Pokale und Urkunden an die einzelnen Sieger und Platzierten:

In der Klasse der Youngtimer siegte Johann Steil mit seinem Porsche. Bei den Pkw’s der Baujahre 1971 bis 1976 hatte Sebastian Freier mit einem Peugeot die Stoßstange vorn. Bei den Pkw’s von 1961 bis 1970 gewann Dieter Paulik mit einem wunderschönen Alfa Romeo. Wolfgang Fleck gewann mit seinem Chevrolet die Pkw-Klasse der Baujahre von 1946 – 1960. Die Klasse der ältesten Oldtimer gewann Albert Brauneiser mit einem Opel Olympia Cabrio. Bei den Motorrädern hatten Max Helmbrecht, Volker Heckert und die Gesamtsiegerin der 15. Bruder Straubinger Classic, Ulrike Fuchs aus Alburg, die Nase vorn.

Alfred Hopfensberger dankte abschließend noch den 25 stillen Helfern im Hintergrund und seinem Vize Werner Lorenz für die hervorragende Organisation sowie Michael Respondek für die schnelle Auswertung der Ausfahrt.

 

 

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